Los Angeles - Trends

09.03.2017

Wow! Ganz Amerika diskutiert zurzeit Mr. Trump. Das jedenfalls war mein Eindruck während eines verlängerten Wochenendes in Los Angeles im Anschluss an einige berufliche Aktivitäten in San Francisco.

Politik

Die Stadt am Pazifik empfängt mich gewohnt sonnig und entspannt. Dennoch hat man das Gefühl, dass eine Wolke von Entsetzen, Überraschung und geteilten Meinungen über der Stadt schwebt. Jeder, aber auch jeder Amerikaner möchte sofort über Politik sprechen. Einige Freunde entsetzt oder entschuldigend, andere selbstbewusst,  dritte  wiederrum stolz. Wir mögen Mr. Trump alle kritisch und sogar etwas besorgt sehen, eines hat er aber geschafft: er hat die gesamte Nation aufgerüttelt – alle sprechen und diskutieren über aktuelle politische Entwicklungen. Wenn es nicht so schrecklich absurd klänge, würde ich sagen: diese Wahlen haben die älteste Demokratie unserer modernen Zeit wieder sehr lebendig gemacht. Es wird aus vielen Perspektiven und sehr kontrovers diskutiert.

Fashion - lokale Brands

Aber was mich eigentlich interessiert, sind die neuesten Modetrends und aktuelle Entwicklungen. Und siehe da, gleich nach Ankunft habe ich einige tolle Brands entdeckt, die unserer Philosophie sehr nahe stehen. In den Geschäften erklärte man mir jeweils stolz: „Designed in Los Angeles“! Aha – den Amerikanern fällt es leicht, stolz auf ihre Errungenschaften zu sein. Da ich wissen möchte,  was so los ist in Los Angeles, kaufe ich mir ein lokales Magazin.  Was ziert den Titel: „Los Angeles Local Brands.“  Im Hotel finde ich dann ein Magazin mit dem Titel: Los Angeles „MADE IN LA“

Callen Cordero


Jenni Kayne



The Reformation


Also auch die Stadt Los Angeles setzt auf „Made in the USA“ oder „Made in Los Angeles“ und  auf Nachhaltigkeit und vor allem auf gutes Handwerk. Das machen wir doch auch – und schon sind wir wieder global mit unserer Philosophie


Styling - Dry Bars

Bei diesem Besuch habe ich auch endlich einmal eine Dry Bar ausprobiert. Sie wissen nicht was das ist? Eine Dry Bar ist ein Frisör bei dem man bzw. frau morgens vor der Arbeit ihre Haare waschen und föhnen lässt. Not more! Vielleicht mit ein Grund, warum Amerikanerinnen oft so perfekt aussehen. Und was soll ich sagen?! Das Ergebnis war überzeugend. An dem Tag sah ich fast aus wie eine Amerikanerin.



Literatur - Thomas Mann

Am Samstag ging es nach Pacific Palisades. Dort steht das Haus von Thomas Mann, der es 1942 erbauen ließ. Die Bundesregierung erwarb das Gebäude vor kurzem, gegenwärtig wird es renoviert. Wir hatten das Glück, dass zufällig ein sehr netter Mitarbeiter des deutschen Generalkonsulats anwesend war, der uns das Haus noch in seinem jetzigen Zustand zeigte. Thomas Mann verkaufte es (mit einigem Gewinn) 1952 an eine Familie, die es bis 2013 bewohnte und nur wenige der Räume  veränderte. So ist Vieles aus der Zeit von Thomas Mann geblieben.

Man konnte die Aura Thomas Manns noch spüren. Und ich war in seinem Arbeitszimmer, mit den originalen Bücherregalen, die er sich einbauen ließ – leider jetzt leer. Das war wunderbar!


Kunst - Paul Robinson

Was auf keinen Fall fehlen darf bei einem Besuch in Los Angeles ist ein Treffen mit Paul. Paul Robinson war bis ca. 2000 als Fashion Fotograf in Los Angeles sehr erfolgreich und hat viele Hollywood-Größen fotografiert. Dann verschrieb er sich ganz der Foto-Kunst und hatte inzwischen Ausstellungen u.a. in London, Hong Kong und anderen spannenden Städten. Einige seiner Arbeiten habe ich besonders gerne; vor allem die aus Paris, wo er sich regelmäßig aufhält, liebe ich sehr, aber schauen Sie selbst:

Paul Robinson


Ich kann Ihnen nur raten, alsbald in die USA zu reisen und mit vielen Menschen zu sprechen. Vielleicht ein politisch geteiltes, aber immer wieder wunderbares Land!

Ihre
Anja Hermes