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DMD IM INTERVIEW MIT KAREN HEUMANN, GRÜNDERIN UND SPRECHERIN
DES VORSTANDES, thjnk

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„Ich bin eine intuitive Käuferin und ich kaufe, was mir gefällt ohne immer gleich daran zu denken, wie das in meine Garderobe passt“

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- Frau Heumann ist Mitbegründerin des deutschen Fashion Council – und
Fan von BIYOU Schuhen.

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thjnk ist eine international tätige Werbeagentur, mit 10 Agenturen in 6 Städten – und: Headquarter in Hamburg. Das Unternehmen beschäftigt 380 Mitarbeiter und arbeitet für Kunden, wie Audi, Apollo Optik, DB, Granini – die Limo, IKEA, McDonald’s, thyssenkrupp, WEMPE und viele mehr.



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DMD: Frau Heumann, ich sehe Sie ja gerade nicht, können Sie mir beschreiben, was Sie gerade anhaben?

Karen Heumann: Eine weite rote Cordhose, im Stil der 70´er Jahre und einen Rolli dazu. Der ist mir aber heute eigentlich zu warm und BIYOU Schuhe, eine deutsche Marke.

DMD: Wie würden Sie sich denn beschreiben? Als eher klassischer oder weiblicher Typ?

Karen Heumann: Ich habe eigentlich immer das Gleiche an. Ich trage immer Rolli, außer bei 40 Grad und immer ausgestellte Hosen. Zurzeit sind die ja sogar „in“.

DMD: Dann haben Sie ja gar keinen Stress morgens vor dem Kleiderschrank?

Karen Heumann: Ich trage auch gerne Kleider, und da gibt es eine größere Variationsbreite. Alle Längen, am liebsten Kleider mit Stiefellänge, Taille und Rock, die bis zum Stiefelschacht gehen. Da habe ich aber gerade keine Marke. Ich habe lange meine Sachen bei der, Designerin Anna Fuchs gekauft, aber die gibt es nicht mehr.

DMD: Und Accessoires, die Ihnen besonders wichtig sind? Schuhe, Schals, Schmuck oder spielt das bei Ihnen eher keine Rolle?

Karen Heumann: Ich gebe für Schuhe am meisten Geld aus. Ich würde mir bei Zara zum Beispiel eine Bluse kaufen, aber keine Schuhe.

DMD: Eine genaue Vorstellung hilft ja oft, oder?

Karen Heumann: Genau, ich habe eine genaue Vorstellung, was mir steht und das hilft enorm.

DMD: Männer dürfen inzwischen auf Krawatte verzichten. Gibt es da auch bei Frauen etwas das sich geändert hat?

Karen Heumann: Das kommt auf die Branche an, in der man tätig ist. Ich bin in einer Kreativ-Branche und da kann ich mir theoretisch viel erlauben.

DMD: Vielleicht erwartet man das sogar von Ihnen, oder?

Karen Heumann: Das würde ich nicht sagen. Aber ich muss mich auf jeden Fall nicht in einem Corporate Modus anziehen.

DMD: Würden die Kunden das komisch finden, wenn Sie auf einmal in einem blauen Kostüm daherkämen?

Karen Heumann: Wahrscheinlich nicht. Ich kann irgendwie beides tragen. Ich bin Strategin, ich bin ja nicht auf der kreativen Seite der Agentur. Ich habe auch sechs oder sieben Hosenanzüge, die habe ich mir einmal bei FKK in Hamburg machen lassen. Die ziehe ich immer mal wieder an.

DMD: Das ist ja auch das Schöne an Klassikern.

Karen Heumann: Ja! Aber auch die haben ausgestellte Beine. Wie bei den Cordhosen. Deshalb habe ich mir die auch machen lassen. Ich mag es einfach nicht, wenn Hosen eng sind. Es wirkt eleganter, wenn Hosen nach unten weiter werden.

DMD: Machen Sie sich denn einen Kleiderplan für die Woche? Überlegen Sie sich, was steht für eine Geschäftsreise oder besondere Termine an? Oder ergibt sich das bei Ihnen?

Karen Heumann: Ich habe sehr viele Klamotten in meinem Schrank. Was mir nie passieren soll, dass etwas nicht da ist, weil gerade in der Reinigung. Wie bei vielen Werbern, hat sich so viel Ähnliches angesammelt. Auf Reisen ist es wichtig, dass die Klamotten halbwegs ordentlich aussehen, wenn ich sie auspacke. Also Stoffe, die nicht knittern.

DMD: Und wie gehen Sie zu einem Abendessen?

Karen Heumann: Meistens mit einem Kleid. Ich habe viele Kleider, die in A-Form oder in Ballon-Form sind, wo man eigentlich nur noch schöne Strümpfe und Booties anziehen muss.

DMD: Und Schmuck?

Karen Heumann: Wenn Schmuck, dann groß und auffällig, also als Statement. Ich habe zum Beispiel einen völlig abgefahrenen Yves Saint Laurent Ring. Ich bin keine Frau, die bunte Sachen anhat. Aber auch nicht nur schwarz, eben eher schlicht mit wenigen Hinguckern.

DMD: Und Pumps? Hohe Absätze?

Karen Heumann: Hohe Absätze immer! Am liebstem Blockabsatz, Stiefel, ausgestellte Hosen, eigentlich ist dieses Jahr mein Jahr in der Mode. Ja und Mäntel, ich liebe Mäntel. Mäntel sind meine Lieblingskleidungsstücke.

DMD: Wie kaufen Sie denn ein? Auf Reisen oder gehen Sie in die Stadt bummeln, online oder am Flughafen?

Karen Heumann: Ich kaufe eigentlich nie nach Bedarf. Ich kaufe dann, wenn mir etwas gefällt. Teure Sachen eher nicht, weil es heute auch anders geht. Ich bin eine intuitive Käuferin und ich kaufe, was mir gefällt, ohne gleich daran zu denken, wie das in meine Garderobe passt. Irgendwann kommen die Sachen dann zu ihrem Recht und passen zu einem neuen Kleidungsstück. Ich habe schon Stiefel gekauft, die habe ich erst zehn Jahre später angezogen, weil ich erst dann den passenden Mantel dazu hatte.

DMD: Entrümpeln Sie denn gelegentlich auch? Also machen Sie Ihren Kleiderschrank auch ab und zu etwas luftiger?

Karen Heumann: Das mache ich eher selten. Ich habe im Keller noch einen Kleiderschrank, da kommt vieles rein. Ich habe zum Beispiel letztes Jahr einen Mantel herausgeholt, der war zehn Jahre alt und topaktuell. Das war ein Mantel mit tollen blau-roten Karos. Der war dieses Jahr besonders schön. Also ich würde sagen, dass ich ein intuitives und freudvolles Verhältnis zu Klamotten habe.

DMD: Und bei den Haaren geht Ihnen das auch so? Tragen Sie immer einen Pferdeschwanz?

Karen Heumann: Immer und fertig! Ich trage nie offene Haare, auch zuhause nicht.

DMD: Was verbinden Sie denn mit deutschen Modedesignern?

Karen Heumann: Viel, weil ich auf verschlungenen Wegen auch den deutschen Fashion Council mit gegründet habe. Ich finde, dass deutsches Fashion Design zu wenig Unterstützung bekommt und zu wenig wahrgenommen wird in einem so kaufstarken und kreativen Land. Aus diesem Grund haben Christiane Arp, Anita Tillmann und ein paar andere Leute ja auch den German Fashion Council gegründet. Da bin ich irgendwie dazu gekommen, als Spezialistin für Kommunikation. Ich bin aber nicht so patriotisch, dass ich nur deutsche Designer trage. Ich freue mich, wenn ich etwas von deutschen Designern finde.

DMD: Es gibt keine Favoriten in Ihrem Schrank, die unbedingt zur Garderobe gehören?

Karen Heumann: Naja Anna Fuchs, aber die hat ja leider aufgehört. Aber wenn ich eine Marke entdecke, die ich mag, dann kaufe ich da gleich viel ein.

DMD: Wichtig für eine berufstätige Frau ist doch, dass es gut passt und nichts zwickt oder kneift. Es muss sich schön tragen lassen, oder?

Karen Heumann: Das ist richtig. Es muss funktionieren und da gibt es auch den Rolli von Zara. Ich würde aber immer mehr Geld für Essen als für Kleider ausgeben. Ich würde auch mehr Geld für Möbel als für Kleider ausgeben.

DMD: Kleidung ist nicht das erste, aber die muss stimmen?

Karen Heumann: Ich bin kein Shopper im klassischen Sinne, so nach dem Prinzip: „ha, ich freue mich darauf“. Das mache ich nicht wirklich gerne und es strengt mich auch an. Ich bin immer sehr, sehr schnell; zur Not tausche ich um.

DMD: Und was tragen Sie in Ihrer Freizeit? Behalten Sie Ihre Kleidung aus dem Job an oder ziehen Sie sich um?

Karen Heumann: Ich behalte meine Sachen an. Ich bin ja eben nicht in einem großen Konzern und kann im Job Jeans oder Cordhose, Wollpullis oder Sommerkleider tragen, das kann ich auch in meiner Freizeit.

DMD: Aber eine Jogginghose ziehen Sie zuhause nicht an?

Karen Heumann: Nein, aber es gibt coole Looks mit Jogginghosen. Die sind nicht meins. Eher eine Jeans. Ich bin auch schon mit sechzehn nach Italien gereist, um mir eine 501-Levis Jeans zu kaufen, da gab es die in Deutschland noch nicht. Das war ja eigentlich eine weite Jeans, dazu ein Rollkragenpullover mit Stiefeln und italienische Haare mit goldenen Strähnen und Locken, eben wie hübsche Italienerinnen.

DMD: Das gibt es ja noch heute so, zumindest in der Vorstellung.

Karen Heumann: Ja, genau. Mit einer Tasche aus Wildleder, schon etwas benutzt, und dann ist der Look perfekt. Das sieht toll aus. Bequem, gute Qualität, nie spießig.

DMD: Vielen Dank für das Gespräch!

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