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DMD IM INTERVIEW MIT SABIA SCHWARZER, LEITERIN GLOBAL COMMUNICATIONS ALLIANZ

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„Ich mag es am liebsten weiblich“

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- und ihre Kleidung kauft Frau Schwarzer meistens online ein, darunter auch Jil Sander und Karl Lagerfeld.

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Die Gruppe erwirtschaftete 2016 mit über 140.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 122,4 Mrd. Euro und ist mit Kapitalanlagen im Wert von 1,361 Mrd. Euro einer der größten Asset Manager der Welt.



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DMD: Schön, dass es geklappt hat. Dies ist ja ein Interview, in dem es vor allem um Mode geht. Da ich Sie jetzt aber nicht sehen kann, wollte ich fragen, was Sie denn gerade anhaben?

Sabia Schwarzer: Heute hatten wir eine Vorstandssitzung und da ziehe ich mich immer eher förmlich an. Ich trage ein dunkelblaues Armani-Kleid, das eng geschnitten ist und eine interessante Struktur hat. Ich bin sehr zierlich – oder wie meine US-Landsleute sagen: „petite“; mein Vater ist nämlich Inder, meine Mutter Deutsche.

DMD: Für eine Vorstandssitzung, muss es also etwas Besonderes sein. Ist das eher klassisch oder dürfen Sie da auch mal einen schrillen Akzent setzen? Oder gehen Sie auch gerne weiblich elegant? Wie würden Sie das beschreiben?

Sabia Schwarzer: Also, ich mag es am liebsten weiblich. Ich habe fast nie Hosen an. Was ich vorziehe ist Business Casual. Da ich gerne schon mal die Arme hochkrempele und es liebe, kreativ zu arbeiten, fühle ich mich mit eher informeller Kleidung am wohlsten. Gleichzeitig repräsentiere ich die Allianz, eine internationale Finanzgruppe, in der ich Professionalität, Modernität und Schick ausstrahlen möchte. Das schließt für mich konservative Kostüme aus.

DMD: Ah ja, dunkelblaue Hosenanzüge und solche Dinge müssen es dann also nicht sein?

Sabia Schwarzer: So etwas besitze ich nicht. Was ich dagegen gerne anziehe: Kleider, die ich mit unterschiedlichen Jacken oder Kaschmir-Schals kombiniere. Bei Vorstandssitzungen wird es auch bei mir formeller; da trage ich meistens gedeckte Farben.

DMD: In Ihrem Job haben Sie bestimmt nicht viel Zeit morgens vor dem Kleiderschrank lange nachzudenken. Wie machen Sie das? Legen Sie sich abends vorher schon Kleidung zurecht?

Sabia Schwarzer: Der Vorsatz ist da, doch es klappt nicht. Es scheitert schon deshalb, weil ich drei Kinder habe und ich vielleicht am Morgen entdecke, dass am zurechtgelegten Outfit ein Fleck ist, ein Knopf fehlt – und schon geht die Auswahl von Neuem los. Macht aber nichts, weil viel im Schrank hängt, die Auswahl also groß ist und – ganz wichtig: Alles ist immer tiptop gebügelt. Das macht nämlich zur Entspannung mein Mann, und zwar sehr gewissenhaft. Ich bin also auch ohne vorabendliches Herauslegen beim Anziehen flink. Weil ich sehr klein bin, trage ich immer hochhakige Schuhe und kombiniere gerne schlichte Kleider mit interessanten Strumpfhosen. Das ist dann auch der Aufzug, mit dem ich mich bei Wind und Wetter auf das Fahrrad schwinge.

DMD: Sie fahren auch bei strömendem Regen mit einem schicken Armani Kleid und High Heels ins Büro? Wie machen Sie das denn?

Sabia Schwarzer: Ja. Ich habe ein Regencape. Damit sehe ich zwar unterirdisch aus – aber egal! Ich liebe es an der frischen Luft zu sein und deshalb fahre ich jeden Tag Fahrrad – übrigens auch dann, wenn ich einen engen Lederrock anhabe. Früher habe ich ja als Journalistin gearbeitet, und schon damals hatte ich eine Vorstellung davon, was mir gut gefällt. Und ließ mir das dann von einer Schneiderin oder einer Bekannten zusammennähen; oft sehr kreativ, zum Beispiel einmal aus Krawattenstoff.

DMD: Wie machen Sie das? Woher haben Sie denn die Ideen?

Sabia Schwarzer: Oh, ich sehe zufällig etwas, das mir gefällt und denke: Das passt zu mir. Umgekehrt ist für mich völlig klar, was gar nicht geht, beispielsweise ausgestellte Kleider, sogenannte A-Line Kleider: Die machen mich glatt zur kleinen Tonne, obwohl ich schlank bin.

DMD: Gibt es denn bestimmte Schnitte, Kleidungsstücke oder Accessoires, die ein absolutes No-go im Büro sind?

Sabia Schwarzer: Was mich betrifft: Ich mag keine klobigen Ketten, etwa mit großen Kugeln. Ich trage sehr feine Perlenohrringe von meiner Großmutter und das schon seit zwanzig Jahren.

DMD: Aber gibt es denn No-gos bei anderen Frauen, wo Sie sagen würden, so kann man wirklich nicht ins Büro gehen?

Sabia Schwarzer: Zu kurze Röcke oder zu tief ausgeschnittene Oberteile, egal welches Alter, das geht nicht im Büro, da bin ich konservativ. Man kann dennoch fraulich oder weiblich aussehen, auch durch eng geschnittene Kleider.

DMD: Gibt es für Sie Kleidungsstücke, die für Sie besonders wichtig sind? Schuhe oder Schal? Muss da alles passen?

Sabia Schwarzer: Ich bin da nicht perfektionistisch und mache keine Wissenschaft daraus. Zu zeitraubend! Meine Schuhe sind zu vielem kombinierbar, also die Farbe schwarz, hellblau, dunkelbraun, sandfarben… Im Gegensatz zu meinem Mann vertue ich auch nicht viel Zeit mit shoppen. Das ist mir schon deshalb nicht so wichtig, weil die Geschäfte fast nie meine Kleidergröße führen, nämlich 32 und kleiner; auch bei Loden-Frey oder Beck am Rathauseck werde ich nicht fündig. Also erledige ich viel im Internet, wo es diese kleinen Größen teils in großer Auswahl gibt, etwa bei YOOX, wo man auch unterschiedliche Designer bekommen kann.

DMD: Männer dürfen ja inzwischen in der Business Welt auf die Krawatte verzichten. Hat sich auch für Frauen etwas verändert?

Sabia Schwarzer: Auf jeden Fall; auch ich nehme die neue Freiheit in Anspruch. Sind deshalb in der Finanzbranche die dunkelblauen und grauen Kostüme oder Hosenanzüge verschwunden? Nein – aber ich glaube, sie sind nicht mehr erforderlich und haben sich ein bischen überlebt.

DMD: Sie sagten bereits, dass Sie Ihre Kleidung nicht abends vorher herauslegen. Dann machen Sie sicherlich auch keinen Wochenplan, oder?

Sabia Schwarzer: Überhaupt nicht! Im Gegenteil. Ich hatte neulich einmal einen Apriltag, da war es so kalt, dass ich einfach nur einen Kaschmirpullover und einen Wollrock angezogen habe. Im Büro frug meine Assistentin sogleich: Was hast Du Dir denn heute bei Deinem Outfit gedacht? Recht hatte sie, denn an dem Tag stand ein Termin bei BMW an! Also musste ich noch einmal nachhause fahren, um mich umzuziehen.

DMD: Und was ziehen Sie dann bei einem Auswärtstermin oder zu einem geschäftlichen Abendessen an?

Sabia Schwarzer: Da repräsentiere ich die Allianz mit allem, was dazugehört. Ich kleide mich also schick, schlicht, dunkel und trage meistens ein Kleid.

DMD: Sie haben es ja schon eben angedeutet, dass Sie nicht gerne shoppen gehen und am liebsten online einkaufen. Kommt es denn auch schon einmal vor, dass Sie auf Reisen einkaufen.

Sabia Schwarzer: Am Flughafen fehlt mir die Zeit, da ich immer knapp bin und meinen Flieger bekommen muss. Aber in Amerika gehe ich in die Outlets oder zu JCrew, dessen Stil ich sehr mag. Es heißt ja auch „JCrew is the Apple of fashion“, was die Sache gut trifft. Der Rest an großen Läden oder Marken sprechen mich nicht an – das Angebot ist mir einfach zu ähnlich und beliebig. Ich mag den Überraschungseffekt und möchte gerne Sachen anhaben, die nicht zu identifizieren sind als neueste Kollektion von Hugo Boss oder Strenesse. Die Auswahl dafür bietet mir das Internet, und zwar üppig.

DMD: Da müssen Sie einmal bei DMD schauen! IOSYO, MATSOURI oder ANNADAM. Aber was verbinden Sie denn mit deutschem Modedesign?

Sabia Schwarzer: Funktionalität und Sachlichkeit.

DMD: Haben Sie denn Kleidungsstücke von deutschen Modedesignern in Ihrem Kleiderschrank?

Sabia Schwarzer: Ich besitze ein Jil-Sander-Kleid und von Karl Lagerfeld habe ich eine Tasche. Doch Karl geht stilistisch wohl eher als Franzose durch. Da ich erst seit eineinhalb Jahren wieder in Deutschland bin, ist in Sachen deutsche Mode also noch Luft nach oben.

DMD: Und wie trifft man Sie in Ihrer Freizeit an? Kann es da sein, dass Sie in Jogginghose rumlaufen?

Sabia Schwarzer: Jogginghosen besitze ich nicht, aber Yogapants. Für zuhause habe ich Hosen aus Stretch-Material zum Beispiel in Khaki, die trage ich am liebsten mit Flip Flops. Aber das geht beim münchener Wetter ja nicht so oft. In Washington hingegen konnte ich sechs Monate im Jahr mit Flip Flops rumlaufen! Zu den Yogapants trage ich gerne schöne Seidenblusen oder T-Shirts.

DMD: Schön, dann haben wir beide zum Feierabend ein sehr schönes Gespräch geführt. Vielen Dank!

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